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6. Mai 2019

Neu aufgestellt

Der neue Ortsvorstand der LINKEN in Norderstedt (v.l.): Christine Bilger, Olaf Harning, Maxi Unseld, Hans-Georg (Felix) Becker (Foto: DIE LINKE).

Kurz vor der richtungsweisenden Wahl zum Europäischen Parlament hat sich die Norderstedter LINKE einen neuen Vorstand gegeben: Mit Hans-Georg-Becker, Maxi Unseld, Christine Bilger und Olaf Harning ist die Partei nun gestärkt in den Wahlkampf gestartet.


Während Harning und Bilger schon so etwas wie "alte Hasen" im Ortsvorstand der LINKEN sind und die Partei künftig als Sprecherin, bzw. Sprecher repräsentieren, rücken Unseld und Becker erstmals in das Gremium auf. Allerdings nehmen beide schon länger an den Vorstandssitzungen teil - die Vorstände der LINKEN tagen grundsätzlich öffentlich.

In den Europawahlkampf geht die Partei in Norderstedt mit rund 250 Plakaten und gut einem Dutzend Infoständen. Unter dem Motto „Für ein solidarisches Europa der Millionen, gegen eine Europäische Union der Millionäre“ setzt DIE LINKE dabei vor allem auf Soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und internationale Zusammenarbeit: „Weder bei den großen sozialen Fragen, noch beim Klimaschutz ist eine Zersplitterung in nationale Interessen und Alleingänge hilfreich“, kommentiert Christine Bilger und erteilt den „Unser Land zuerst“-Parolen der europäischen Rechtsaußen-Parteien damit eine klare Absage.

Auch über die Europawahl hinaus hat der Ortsverband für dieses Jahr noch einiges auf dem Zettel: So ist eine größere Veranstaltung zum Bedingungslosen Grundeinkommen angedacht, das in Deutschland seit Jahren heftig diskutiert wird und zu dem auch DIE LINKE noch keinen einheitlichen Standpunkt hat. Aber auch mit den Themen Altersarmut, Wohnungsnot und einer zeitgemäßen Kapitalismuskritik will sich die Partei in Norderstedt befassen - und dabei möglichst weiter wachsen: über 42 Mitglieder freut man sich aktuell in Norderstedt, Tendenz steigend.

Beim Thema Wohnungsnot sieht sich die Partei übrigens von den jüngsten Erkenntnissen bestätigt: Denn gerade haben Analysten des Statistikamtes Nord bestätigt, dass in Norderstedt rund 7.000 Wohnungen fehlen. "Genau das", sagt Christine Bilger, "sagen wir nun schon seit dem letzten Wohnungsmarktgutachten aus dem Jahr 2009, wurden aber kaum gehört". Wie auch die Gutachter geht DIE LINKE davon aus, dass fast ausschließlich bezahlbarer Wohnraum fehlt, oder wie es Olaf Harning konkretisiert: "Wir brauchen Wohnungen, deren Miete deutlich unterhalb des Mietenspiegels liegt, am besten auf dem Niveau des sozialen Wohnungsbaus".

Nach Einschätzung der LINKEN haben zur Zeit mehr als 50 Prozent der Norderstedter Mieterinnen und Mieter Anspruch auf geförderten Wohnraum.