Die Weltbevölkerung umfasst zwei Gruppen von Menschen. Eine Mehrheit von 49 Prozent Männern und eine Minderheit von 51 Prozent Frauen.
Leif Johansson
Die Regierungskoalitionen von SPD und Grünen bzw. Union und SPD haben zu verantworten, dass Frauen wieder stärker ausgebeutet werden. Das Recht auf eine
eigenständige Existenzsicherung - unabhängig von Partner, Partnerin oder Sozialstaat - ist für Frauen erneut in weite Ferne gerückt:
. Der durchschnittliche Stundenlohn der Frauen in der Bundesrepublik liegt 24 Prozent unter dem der Männer.
. Zwei Drittel der Vollzeitbeschäftigten im Niedriglohnsektor sind weiblich.
. 42 Prozent der Alleinerziehenden sind auf Hartz IV angewiesen.
. Besonders gering sind Aufstiegschancen der Frauen in der Wirtschaft. Nur etwa 0,2 Prozent aller weiblichen Erwerbstätigen schaffen es in die Chefetagen von Unternehmen.
. Etwa 15 Prozent der Frauen sind von Altersarmut gefährdet.
Die - vornehmlich von Männern verursachte - Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Situation der Frauen zusätzlich verschärft. In Krisenzeiten sind gerade sie von Arbeitslosigkeit, Mehrbelastungen im Berufs- und Familienleben und Einkommensverlusten betroffen.
Angesichts dieser Entwicklungen fordert DIE LINKE - und das nicht nur am Frauentag - nachdrücklich:
. gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit,
. einen gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,71 Euro wie in Frankreich,
. eine familienfreundliche Arbeitswelt und eine gerechtere Verteilung der Arbeit zwischen Männern und Frauen durch verkürzte Arbeitszeiten für Vollzeitbeschäftigte,
. eine gesetzliche Regelung zur Gleichstellung der Frauen im Erwerbsleben und in allen Bereichen der Gesellschaft,
. bessere Voraussetzungen für eine eigenständige Alterssicherung für Frauen durch existenzsichernde Löhne und den Ausbau der gesetzlichen Rentenversicherung.