In der ARGE, der Arbeitsgemeinschaft der Agentur für Arbeit und dem Kreis Segeberg, wurden die vordem getrennten Bereiche Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe gebündelt.
Die ARGE trägt den Namen "Leistungszentrum Segeberg" und hat auch einen Standort in Norderstedt. Vor eben diesem ARGE-Standort führten Mitglieder des Ortsverbandes der Partei DIE LINKE am Morgen des 03. November eine Aktion durch. Ziel war es, die Besucher und Leistungsbezieher der ARGE über ihre Rechte und Möglichkeiten zu informieren. Dazu postierten sich die Ortsverbandsmitglieder vor dem Eingangsbereich der Außenstelle des Leistungszentrums in der Heidbergstraße und verteilten eine Informationsbroschüre mit dem Titel: „ Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt! – Hinweise und Tipps für Hartz IV-Betroffene“, die hier auch angesehen werden kann.
Während der dreistündigen Aktion wurden so von den vier Mitgliedern nicht nur ca. 50 Broschüren an die Frau und an den Mann gebracht, sondern es wurden auch eine Reihe Gespräche geführt. Ein weiteres Hauptanliegen dieser Aktion war die Aufklärung der Leistungsbezieher in Bezug auf die Erstattungsfähigkeit sog. Bagatellbeträge.
Im Vorfeld hatte der Ortsverband in Zusammenarbeit mit dem Kreis erreicht, dass die ARGE Norderstedt ein Bundessozialgerichtsurteil umsetzt, nach dem Leistungsbezieher bei Vorladung durch die ARGE auch Fahrkosten unter 6 Euro erstattet bekommen. Dies wurde vordem unter Hinweis auf den angeblich zu hohen Verwaltungsaufwand abgelehnt. Den Interessierten ARGE-„Kunden“ wurde erläutert, dass sie in einem solchen Fall einen mündlichen Antrag auf Kostenerstattung stellen müssen. Nach der Aktion waren die GenossInnen zwar mächtig durchgefroren, hatten aber das gute Gefühl, theoretische und praktische politische Arbeit ideal miteinander verknüpft zu haben. „Ein kleines Stück mehr Gerechtigkeit für die Betroffenen der Armutspolitik von SPD und CDU“, kommentiert Miro Berbig, Sprecher des Ortsvereins Norderstedt die Aktion.
