

Am Samstag, den 10. Januar 2009, sind etwa 350 vorwiegend junge Menschen einem Aufruf des HaKs gefolgt und haben in Bad Segeberg friedlich für den Erhalt des autonomen Jugendzentrums demonstriert. Der Ortsverband Bad Segeberg - Wahlstedt - Trappenkamp hat sich ebenfalls an der Demonstration beteiligt und wird sich auch weiterhin in der Öffentlichkeit für eine Aufhebung des Veranstaltungsverbots, das die Existenz des Zentrums bedroht, einsetzen. Dass entgegen vorheriger Ankündigungen größere Störungen durch Rechtsextreme ausgeblieben sind, ist als Erfolg zu werten.
Für den Erhalt des autonomen Jugendzentrums in Bad Segeberg erklären Meike Lüdemann und Christian Möller, Sprecherin und Sprecher des Ortsverbandes Bad Segeberg - Wahlstedt - Trappenkamp der Partei DIE LINKE: „Trotz der Dialogbereitschaft der Jugendlichen des HaKs haben die Fraktionen in der Stadtvertretung es bisher nicht geschafft, ihnen mit einer vernünftigen Lösung entgegenzukommen. Das seit einem halben Jahr bestehende Veranstaltungsverbot bedroht die Existenz des Jugendzentrums, welches seit langem überregionale Bekanntheit besitzt. Selbstverwaltete Jugendzentren können sehr wohl funktionieren – nicht jedoch, wenn man ihnen die finanzielle Existenzgrundlage entzieht.“, stellen Lüdemann und Möller fest.
Obwohl die Jugendlichen mehrfach auf die Stadtpolitiker zugegangen und ihre Kompromissbereitschaft angekündigt haben, sind die Verhandlungen mit der Stadt und den Anwohnern zum Stillstand gekommen. Der dafür eingerichtete Beirat hat es bisher nicht geschafft, zwischen den Beteiligten zu vermitteln oder auch nur im Entferntesten eine Lösung aufzuzeigen. Selbst ein Umzug des HaKs wegen der Beschwerden der Anwohner ist nun durch den Verkauf des alten Bahnhofsgebäudes vorerst vom Tisch. Bei dem jetzigen Stand der Dinge ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Schließung des HaKs in der nächsten Stadtvertretersitzung auch formal beschlossen wird.
„So weit darf es nicht kommen! Von daher ist es nun der richtige Schritt, mit einer bunten und friedlichen Demonstration in der Öffentlichkeit für Aufmerksamkeit zu sorgen. “, so Lüdemann weiter. „Den Stadtpolitikern bietet sich am Samstag die Gelegenheit, mit eigenen Augen zu sehen, wie sehr die Jugendlichen an dem Projekt hängen, in das sie selbst viel Zeit und Arbeit gesteckt haben.“