Am 23. Januar war das Bündnis mit einem Infostand in der Fußgängerzone in Bad Segeberg vor Ort. Trotz der winterlichen Temperaturen von -6°C haben viele Interessierte die Gelegenheit genutzt, um sich mit Hilfe der zahlreichen Materialien über rechte Gewalt oder das NPD-Verbotsverfahren zu informieren. Gleichzeitig wurden Unterschriften für die "Lübecker Erklärung" anlässlich des alljährlichen Nazi-Aufmarsches in Lübeck gesammelt.
"Wie in den vergangenen Jahren wollen am 27 März 2010 Nazis wieder durch Lübeck marschieren. Als Anlass soll die Bombardierung Lübecks durch die alliierte Luftwaffe im März 1942 herhalten. Das bedeutet, dass Neonazis aus ganz Norddeutschland kommen, um ihre faschistische Gesinnung offen zu zeigen und für ihre menschenverachtenden Ziele zu werben. Dabei können sie an Denkmuster anknüpfen, die sogar mitten in unserer Gesellschaft verankert sind. Wir tolerieren das nicht." Zur Lübecker Erklärung
Am 21.Januar 2010 begann die Aktionswoche des Segeberger Bündnisses gegen Rechts in der Bad Segeberger Jugenbildungsstätte Mühle mit der Vorführung Ingrid Strobels Film “Mir zeynen do!” zum Widerstand im jüdischen Ghetto in Bialystok. Ca. 30 Gäste sind der Einladung gefolgt und erlebten einen eindrucksvollen, bewegenden Film.
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Aktionswoche des Segeberger „Bündnisses für Demokratie und Toleranz – Bündnis gegen Rechts“ vom 21. bis 27.01.2010 in Bad Segeberg
Anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus am 27.01.2010 veranstaltet das Segeberger „Bündnis für Demokratie und Toleranz – Bündnis gegen Rechts“ vom 21. bis zum 27.01.2010 eine Aktionswoche mit verschiedenen Veranstaltungen.
Zu Beginn der Woche wird am Donnerstag, den 21.01. der Film „Mir zeynen do“ über das jüdische Ghetto in Bialystok in der Jugendbildungsstätte Mühle gezeigt. Der Dokumentarfilm zeigt in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln Interviews mit Zeitzeugen. Beginn ist 19.00 Uhr, der Eintritt ist frei.
Am 22.01. findet im Hotel am Kalkberg in der Lübecker Straße 85 ein Konzert mit dem Titel „love music – hat fascism“ statt. Es spielen regionale Bands wie Uriot (Bad Segeberg/Lübeck), Pan Tau (Bargteheide), 3 plus (Bad Segeberg) und Twinkle Company (Bad Segeberg). Uhrzeit: 19.00 bis 1.00 Uhr, Soli-Beitrag: 4 €. Da die maximale Zahl der Konzertbesucher begrenzt ist, lohnt sich ein frühes Erscheinen.
Am 23.01. informiert das Bündnis an einem Infostand auf dem Bad Segeberger Marktplatz über ihre Arbeit und sammelt Unterstützerunterschriften.
Am 24.01. soll eine Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme stattfinden. Abfahrt ist um 11.30 Uhr vom ZOB Bad Segeberg. Vor Ort begleitet die Gruppe ab 14.00 Uhr eine Führung zur Geschichte der jüdischen Häftlinge in Neuengamme. Rückankunft in Bad Segeberg ist für 17.00 Uhr geplant. Anmeldung ist erforderlich, es stehen ca. 50 Plätze zur Verfügung. Es wird vor Ort ein Kostenbeitrag für die Busfahrt von 6€ erhoben. Die Fahrt findet nur bei ausreichender Auslastung des Busses statt. Anmeldungen werden bis zum 19.01.2010 unter a.wagner@buendnis-se.de oder telefonisch unter 0176-96906067 entgegen genommen.
Am 25.01. findet ab 15.00 Uhr ein alternativer Stadtrundgang auf den Spuren der Nazis in Bad Segeberg statt. Bereits im vergangenen Jahr fand diese Führung zwei Mal erfolgreich statt. Treffpunkt ist der Karl-May-Platz vor dem Kalkbergstadion.
Am 26.01. liest Ursula Suhling vor SchülerInnen der Kreisberufsschule Bad Segeberg aus den Erinnerungen „Der unbekannte Widerstand“ ihrer Mutter Lucy. Lucy Suhling wurde in der NS-Zeit mehrfach in Konzentrationslagern inhaftiert und als KPD-Mitglied verfolgt wurde. Uhrzeit: 9.30 Uhr bis 11 Uhr.
Am 27.01. findet das Gedenkkonzert der ev. Kirchengemeinde, der jüdischen Gemeinde und der Stadt Bad Segeberg um 19.00 Uhr in der Marienkirche statt. Das Bündnis wirbt für diese Veranstaltung als Endpunkt der Woche, wenn sie auch nicht originärer Teil der Woche ist.
„Auch 65 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau darf diese dunkle Zeit der deutschen Geschichte nicht in Vergessenheit geraten. Insbesondere junge Menschen haben immer seltener eine Vorstellung von den Gräueltaten der Faschisten. Mit unseren Aktionen wollen wir aufklären und sensibilisieren und besonders Jugendliche erreichen“, so Alexander Wagner, Sprecher des Bündnisses.